Wie nützlich sind Aktivkohlefilter beim Rauchen

by Julie 25. März 2020

Das Rauchen der Gesundheit schadet wissen wir alle. Das hält den geneigten Konsumenten aber nur in den seltensten Fällen dazu, dem Glimmstängel oder der Bong abzuschwören. Die Devise ist also nach der am wenigsten schädlichen Möglichkeit zum Rauchen von Tabak und anderen Substanzen zu schauen. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze. Eine der mittlerweile beliebtesten sind Aktivkohlefilter. Diese gibt es in verschieden Ausführungen und für verschiedene Anwendungsgebiete. Welche davon brauchbar sind, erklären wir im Folgenden.

Was sind Aktivkohlefilter eigentlich?

Der Name ist hierbei eher pragmatisch als kreativ. Er sagt eigentlich schon alles aus, was man über den Inhalt eines Aktivkohlefilters wissen muss. Im Inneren befindet sich nämlich Aktivkohle-Granulat.
Durch das Granulat wird ein Großteil der Giftstoffe, die sich in Tabak Waren befinden gefiltert. Mittlerweile hat man in herkömmlichen Zigarettentabak über 600 giftige Stoffe gefunden, von denen viele sogar Krebserregend sind. Zu nennen sind hier zum Beispiel Teer und Nikotin aber auch Stoffe, die man nicht unbedingt in einer Tabakmischung erwarten würde sind dort oft enthalten. So zum Beispiel Arsen, Polonium, Nickel oder aromatische Kohlenwasserstoffe. Zusätzlich entstehen beim Verbrennen des Tabaks noch giftige Gase, die es zu filtern gilt.

Schaut man sich die Aktivkohle in der Vergrößerung an, erkennt man die Oberflächenstruktur an der die Meisten giftigen Partikel sehr gut haften bleiben. Das ist das große Geheimnis der Aktivkohle.

Papier Tips vs. Aktivkohlefilter

Jeder kennt es, man will sich schnell einen Joint bauen und hat aber nur simple Dreh-Tips oder auch nur Pappe dabei. Für manche ist das sogar die Standardvariante. Studien haben jedoch gezeigt, dass von besagten Papier-Tips nicht einmal 3 % der Schadstoffe aufgehalten werden. So gelangt nahezu alles in den Körper. Ein Grund mehr um auf Aktivkohlefilter umzusteigen.

Haben Aktivkohlefilter Einfluss auf die Wirkung?

Hier scheiden sich die Geister. Die einen verfechten Aktivkohlefilter und sind der Meinung, dass dieser der Wirkung von Cannabis nicht abträglich sind. Die Anderen haben das Gefühl, dass nur ein Bruchteil der normalen Wirkung erzielt wird. Seriöse Quellen, die eine wissenschaftliche Erklärung bieten, gibt es bislang noch nicht. Es bleibt also nur die gute alte Trial-and-Error-Methode sprich: Jeder muss es für sich selbst testen und sich eine eigene Meinung bilden. Was jedoch mit Sicherheit gesagt werden kann ist, dass ein Aktivkohlefilter die Konsistenz des Rauches zum positiven beeinflusst. Der Rauch wird wesentlich weicher und fühlt sich angenehmer im Mund an. Viele Raucher berichten auch von einem geringeren Hustenreiz im Hals mit dem Gebrauch eines Aktivkohlefilters.

Welche Arten von Aktivkohlefilter gibt es?

Im Grunde gibt es zwei verschiedene Arten von Aktivkohlefiltern. Einmal gibt es die Filter für Joints und Zigaretten und dann gibt es auch Filter für Bongs. Wir erklären euch, wo der Unterschied liegt und welche Besonderheiten die beiden Arten von Aktivkohlefiltern haben.

Aktivkohlefilter für Joints und Zigaretten

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Herstellern für Aktivkohlefilter. Die bekanntesten sind Purize, Actitube, OCB und Gizeh. Die Filter dieser Hersteller unterscheiden sich in ihrer Bauart nur geringfügig voneinander. Alle haben eine runde Form und sind größtenteils aus organischem Material gefertigt. Mittlerweile gibt es auch von allen Herstellern Aktivkohlefilter mit zwei Keramikkappen. So muss man nicht mehr darauf achten die richtige Seite beim Drehen nach Vorne zu setzen. Lediglich beim Durchmesser gibt es Unterschiede. So gibt es beispielsweise von Actitube Aktivkohlefilter mit 6 und 7 mm Durchmesser. Diese sind besonders gut für die Pfeifen von Actitube geeignet. Von Purize gibt es Aktivkohlefilter mit 5 mm Durchmesser. Besonders beliebt sind diese bei Rauchern die ihre Joints und Zigaretten gerne besonders dünn drehen. Gut zu wissen ist auch, dass man diese Filter mehrmals verwenden kann. Das macht sie insgesamt auch sehr umweltfreundlich.

Aktivkohlefilter für Bongs

Bei Aktivkohlefiltern für Bongs gilt eigentlich dasselbe Anwendungs-Prinzip, wie bei den Filtern für den Joint. Jedoch mussten die Hersteller hier eine Vorrichtung ersinnen, die sich in herkömmliche Bong integrieren lässt, sodass man keine neue Bong wegen des Filters kaufen muss. Das Ergebnis sieht in den meisten Fällen einem Bong Adapter sehr ähnlich. Es handelt sich dabei meistens um eine Art Zwischenstück, das zwischen Chillum und Bong Kopf gesteckt wird. In dieses Zwischenstück wird ein Sieb gelegt, auf das die Bong Aktivkohle lose aufgeschüttet wird. Manche Bong-Raucher befeuchten die Kohle vorher noch, um die filternde Oberfläche noch zu vergrößern. Ob das etwas bringt, sei mal dahingestellt. Wichtig zu wissen ist noch, dass in den meisten Fällen Aktivkohle und Filter separat voneinander erworben werden müssen. Auch hier sind Actitube, Purize und Weed Star als Hersteller zu empfehlen. Die Aktivkohlefilter gibt es in vielen verschiedenen Formen und auch beim Material gibt es mittlerweile eine große Auswahl. So gibt s beispielsweise neben Filtern aus Glas auch welche aus Silikon oder Aluminium.

Wir konnten hoffentlich ein wenig Licht ins Dunkel der Aktivkohlefilter-Frage bringen und wünschen euch viel Spaß beim Verwenden eines Aktivkohlefilters. Diese findet ihr natürlich auch bei uns im Shop in der Kategorie Aktivkohlefilter und Bongzubehör.

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Kommentare (10)

  • Aktivkohlefilter für Bongs

    Wie lange ist die Aktivkohle auf diese Art Haltbar bzw. wann strebt ihr ein Austausch an?

    Ich find das Erlebnis war eine neue Erfahrung.

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    • Natürlich kommt es immer darauf an, wie oft man die Bong benutzt. Bei täglichem Konsum ist ein wöchentlicher Wechsel zu empfehlen.

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  • Hallo zusammen.Ich bin von gizeh 8mm auf gizeh 8mm mit aktivkohle filter zum selber drehen mit tabak umgestiegen.Meine Frage :sind die aktivkohle Filter 8mm weniger schädlich?

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  • UnnamedPlayer 30. August 2021 um 8:52

    Durch die Aktivkohlefilter vermindert man zwar etliche Schadstoffe, aber wie sieht es mit den Aktivkohle-Partikeln selbst aus?
    Bei den Zigarettenfiltern mit Aktivkohle die ich momentan verwende ist lediglich ein Sieb vorne drauf das sehr großmaschig ist.
    Wenn ich so nachdenke, kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen dass bei der Variante keine Aktivkohle-Partikel in meiner Lunge landen.
    Könnte auch nicht einschätzen was in diesem Falle wirklich gesünder wäre.
    Ständig den Kohlestaub einzuatmen oder die Schadstoffe des Tabakrauches.
    Kann das überhaupt jemand einschätzen?

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    • Der Gehalt an Krebs erregenden aromatischen, polyzyklischen Kohlenwasserstoffen (Teer) im Tabakrauch kann durch Aktivkohlefilter um mindestens 30 Prozent vermindert werden. Diese werden beim Rauchen herausgefiltert, was das Rauchen "gesünder" macht, jedoch trotzdem nicht gut für den Körper ist.

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    • Das Argument mit dem Kohlestaub bringt meine Perle auch immer wieder. Aber wer aus dem Pott kommt weiß das Kohle nicht sonderlich schädlich ist. Früher wenne vom spielen nach Hause gekommen bist warste PechSchwarz trotzdem leben se alle noch !
      Auch wird Kohle z.B gegen Magenprobleme genommen. Kohle so an sich ist eigtl nicht schlimm für unseren Körper zumindest auf keinen Fall schlimmer als die Krebserregenden Stoffe ausm Tabak
      Beste Grüße

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      • Viele Bergleute sind an sogenannter staublunge erkrankt und verstorben. Essen und inhalieren darf man an der Stelle nicht verwechseln. Allerdings ist die Menge die ein Kumpel unter Tage eingeatmet hat und die vom gelegentlichen Kiffen sicher nicht miteinander zu vergleichen. Bin gespannt wann es mal vernünftige Studien dazu gibt

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  • In den Gizeh Filtern mit Aktivkohle is auch Plastik drin. Wie schlecht ist das?

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    • Natürlich ist es ein Stück weit schädlich, da beim Rauchen kleinste Partikel eingeatmet werden, jedoch verbrennt ds Plastik nicht, was deutlich schädlicher wäre.

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