Hanf Tee zubereiten

by Julie 17. Juni 2022

Die meisten kennen Hanf eingerollt in dünnem Zigarettenpapier als sogenannten “Joint” oder in einem Köpfchen einer Glasbong. Das ist in der Regel das Bild, das in Film und Fernsehen vermittelt wird. Tatsächlich gibt es aber auch andere, eher unbekanntere Methoden die Hanfpflanze zu nutzen. In diesem Beitrag erklären wir, was ein Hanf Tee bewirkt und vor allem auch wie dieser zubereitet wird.

 

Wie wirkt Hanf Tee?

Das Trinken von Hanf Tee ist eine Alternative zu den gängigen Methoden des Hanfkonsums, welcher neben einem beruhigenden High, auch bei Schmerz- oder Stresslinderungen helfen kann. Durch die orale Aufnahme eines Tees wird zudem auch die Lunge geschont, da kein Rauch eingeatmet wird. Je nachdem, wie stark der Tee wirken soll, kann man mit der Menge an Hanf, die man nutzen möchte, variieren. Des Weiteren wäre es auch wichtig zu wissen, welchen THC-Anteil die verwendete Hanfpflanze hat, da dies einen großen Teil zur Stärke der Wirkung beiträgt.

 

 

Welche Zutaten werden benötigt?

Natürlich gibt es viele verschiedene Tees, die man zubereiten kann. In diesem Beitrag fokussieren wir uns jedoch auf den klassischen Hanf Tee, so wie er in der Regel getrunken wird.

Dazu benötigen wir:

  • ½ Gramm Hanf-Buds (die Blüten der weiblichen Pflanze)
  • ½ Teelöffel Butter
  • Teebeutel (beliebiger Geschmack)
  • 1 ½ Tassen Wasser
  • Zucker oder Honig (optional)

Bedenkt, dass die Angaben nicht zwingend genau sein müssen, sondern je nach Geschmack oder Intensität beliebig variiert werden können. Es wird empfohlen, mit einer geringen Menge Hanf zu beginnen, um negative Nebenwirkungen zu vermeiden.

 

 

Wie bereitet man einen klassischen Hanf Tee zu?

 

1. Zu Beginn müssen die Hanf-Buds gemahlen werden. Am besten vorher die Stängel und Samen heraussortieren, um nur das verwertbare Hanf zu behalten. Mithilfe eines Grinders (Mühle) oder eines Messers lassen sich die Buds fein mahlen, jedoch nicht, bis sie gepulvert sind.

2. Dann werden die gemahlenen Buds in einer Schüssel mit der Butter vermischt. Achtet genau darauf, dass jedes Stückchen mit Fett bedeckt, aber nicht komplett vollgesogen ist, da zu viel Butter die Freigabe des THCs verhindern kann. Falls sich jetzt jemand fragt, wieso denn ausgerechnet Butter verwendet wird, dann lässt sich diese Frage auch beantworten. Das liegt daran, dass das THC aus der Pflanze extrahiert werden muss, damit es im Körper aufgenommen werden kann. Da dies jedoch nur mit Wasser alleine nicht möglich ist, wird eine fettige Substanz verwendet, um unter beihilfe von Wasser und Hitze das THC zu extrahieren.

3. Im nächsten Schritt wird die Hanf-Butter-Mischung in einen leeren Teebeutel gegeben. Den Teebeutel so verschließen, dass nichts herausfallen kann. Als Alternative zu einem Teebeutel lassen sich auch ein Tee-Ei oder ein Kaffeefilter verwenden.

4. Nun wird das Wasser auf dem Herd zum köcheln gebracht. Wichtig ist, dass es lediglich köchelt und nicht komplett kocht. Sollte es doch dazu kommen, dass es kocht, reduziere die Hitze und gib etwas Wasser hinzu, damit das Wasser nicht komplett verdampft.

5. Sobald das Wasser am köcheln ist, wird der Teebeutel nun für mindestens 30 Minuten in das Wasser gehalten, damit es vor sich hin köcheln kann und dadurch das ganze THC in das Wasser abgegeben werden kann. Bei Bedarf kann man in den letzten drei Minuten des Köchelns einen weiteren Teebeutel mit dem gewünschten Geschmack hinzugeben.

6. Ist die Zeit rum, kann die Mischung von der Hitze genommen und der Teebeutel entfernt werden. Da der Tee durch das Köcheln sehr heiß ist, wird eine Wartezeit von fünf Minuten empfohlen, um das Verbrennen zu vermeiden.

7. Abschließend kann man bei Bedarf noch Zucker oder Honig hinzugeben und das war es auch schon. Fertig ist der klassische Hanf Tee.

 

Alternative: Marihuana-Chai-Latte

 

Mit der Zeit wurden verschiedene Rezepte und Methoden ausprobiert, um Cannabis in Getränken und Snacks zu sich zu nehmen. Eine Alternative zum klassischen Hanf Tee stellt der Marihuana-Chai-Latte dar. Im Prinzip wird dieser ähnlich zubereitet wie der klassische Tee, nur mit ein paar Zutaten mehr.

1. Wie auch bei der obigen Anleitung wird zuerst die gewünschte Menge Cannabis fein gemahlen.

2. Dann wird das Cannabis zusammen mit einer Tasse Vollmilch, einem halben Teelöffel Butter und einem Teelöffel Vanille in einen Mixer gegeben und miteinander vermischt, bis das Produkt eine sämige Mischung ist. Diese Mischung kann man bei Bedarf bis zu einer Stunde rühren lassen, um einen intensiveren Geschmack zu erzielen.

3. Gib deine Mischung nun mit einer halben Tasse Wasser in einen Topf und lasse alles für 30 Minuten köcheln. Dabei sollte man darauf achten, dass das Wasser nicht kocht oder verdampft. Wasser kann man zusätzlich hinzugeben, falls notwendig, um das Flüssigkeitslevel konstant zu halten.

4. Nach 30 Minuten kann man die Mischung von der Hitze nehmen und den Chai-Teebeutel in die Flüssigkeit legen und fünf Minuten ziehen lassen. Zeitgleich kann der Tee ebenfalls abkühlen.

5. Ist der vierte Schritt erledigt, muss man nur noch zum Abschluss die Tee-Mischung durch ein Sieb abgießen. Dabei werden unerwünschte Stückchen und Klumpen gegebenenfalls herausgefiltert.

6. Das Ergebnis ist nun der fertige Marihuana-Chai-Latte, den man bei Bedarf mit Zucker oder zusätzlicher Milch abrunden kann. Um dem Ganzen noch das gewisse Etwas zu verpassen, kann man einen Klecks Schlagsahne mit Zimt darauf auf den Tee geben.

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